• BESTAND DER BIOPRODUKTION DES ZOOPLANKTONS DES FLUSSES PRUTH

    Wie bekannt der Fluss Pruth ist ein der größten linksufrigen Zuflüsse der unteren Donau. Sein Abfließen beträgt ungefähr 1,2% des allgemeinen Abfließens; natürlich erweist die Donau eine bestimmte Einwirkung nicht nur auf sеin hydrologisches, sondern auch auf sein hydrobiologisches Regime, einschließlich des Zooplanktons. In dieser Hinsicht ist еs von Interesse, den Bestand des zahlenmäßigen Verhältnisses und der Bioproduktion des Zooplanctons des Fusses Pruth zu bestimmen . Hier muss man unterstreichen, dass solche Angaben in der Fachliteratur bisher fast nicht oder nur wenig beleuchtet wurden. Für die Aufklärung der gestellten Fragen dienten die Ergebnisse des Autors beim Einsammeln des Zooplanctons in den Sommerperioden von 1961, 1962 und 1965. Untersucht wurde das Flussbett, angefangen von seinen Ausgangspunkten bis zur Mündung in die Donau ( Dorf Dshurdshulescht) auf 32 Querprofile, einschliesslich die Mündungeabschnitte ( Streeken) der linksufrigen Zuflusse Larga, Lopatnik, Tschugur, Kamenka und Ssarata und des rechtsufrigen Zuflusses Shishia. Die Untersuchungen im Jahre 1961 fielen mit ausschließlich niedrigen Wasserstand des Flusses, im Jahre 1962 – mit dem Rückgang des Hochwassers und im Jahre 1965 – mit dem mittleren Wasserstand zusammen. Als Ergebnis der durchgeführten Untersuchungen im Bestand des Zooplanktons des Flusses Pruth wurden 157 Formen festgestellt, unter ihnen hauptsächlich die Rotatoria (Rädertiere), die 74,5% des gesamten Zooplanktons zusammenstellen. Die Anzahl der Cladocerenarten betrug 17,8% und die der Kopepode – im ganzen nur 7,7% von der Gesamtzahl der Zooplanktonarten. Eine solche relativ große Vielgestaltigkeit des Zooplanktons im Fluss Pruth ist durch nicht gleichartige ökologische Umstände im Flusse selbst, sowie auch durch den Einfluss der vielfach stauenden Zuflüsse, und ebenso durch die Marsch-Wasserreservoirs des Unterlaufs des Flusses zu erklären.

    Das legt dem Zooplankton des Flusses in gewissem Masse den gemischten Charakter von See-, Teich- und Flusskomplexen auf. Durch die kleinste Vielfältigkeit des Zooplanktons ( 67 Formen) zeichnet sich der obere bergige und vorgebirgige Abschnitt des Pruths aus ( 89,5% Rotatoria). Das Vorhandensein hier, außer den Benthosvertretern, euplanktischer Fermen ( Asplanchna priodonta var. henrieta, Аsplanchna girodi, Polyarthra vulgaris, P. major, Hexarthra fennica vаг. oxyuris, Bosmina longirostris u. a.) spricht dafür, dass der Prozess der Formierung des Zooplanktons im Fluss Pruth in seinem Oberlauf beginnt und sich unter ständiger Einwirkung des Zooplanktons der stauenden Zuflusse befindet. Schon im mittleren Abschnitt des Pruthflussbettes vergrößert sich die Vielfältigkeit des Zooplanktons bis auf 87 Formen und das spezifische Gewicht, der sich in ihm befindenden Arten der Rotatoria ( Rädertiere) verkleinert sich bis zu 85%. Die größte Einwirkung auf den Bestand und die Anzahl des Zooplanktons in diesem Abschnitt über die Zuflusse Rakowez, Techugur und Kamenka aus; z. B. auf 25 km über der Mündung des Zuflusses Rakowez, betrug die gesamte Vielfältigkeit des Pruthzooplanktons nicht mehr als 17 Formen nit der Durchschnittszahl 6500 Exemplare/m³.

    An der Mündungsstelle des Zuflusses vergrösserte sich die Artenvielfältigkeit des Zooplanktons im Pruth bis zu 32 Formen und die Durchschnittszahl bis auf 375 000 Exemplare/m³, hier waren vorzugsweise Brachionus calyciflorus f. amphiceros (205 000), Brachionus budapestinensis var. punctatus (14 000), Filinia longiseta (22 000), Moina micrura ( 23000), Nauplii cyclops (34000) u. a. 15 Kilometern unter der Mündung des Zuflusses fällt die Gesamtzahl der Formen im Bestand des Zooplanktons im Pruth wieder bis zu 14 ab und die Durchschnittszahl – bis zu 6500 Exemplare/m³ . Ein ähnliches Bild kann man auch in der Zone des Mündens in den Fluss Pruth dee Zuflusses Kamenka beobachten. Weiter oberhalb erreichte z. B. die Durchschnittszahl des Zooplanktons kaum 2700 Exemplare/m³, in Rayon des Mündens der Kamenka in den Pruth – 1 170 000 Exemplare/m³ und niedriger – wieder nur 26 000. Zum Unterschied von dem Fluss Rakowez wirft der Zufluss Kamenka in den Pruth vorzugsweise solche Vertreter des Zooplanktons, wie Brachionus angularis var. bidens (626 000), Brachionus calyciflorus var. doreas (86 000), Brachionus quadridentatus var. clumiorbicularis (44 ООО), Вrachionus nilsoni (28 000), Acanthocyclops vernalis (48 000) und andere ab.

    Die groösste Vielfältigkeit der Vertreter des Zooplanktons – 95 Formen – ist im unteren ebenen Abschnitt des Flusses Pruth ermittelt worden, wo die Rotatorienarten (Rädertiere) nur in 72,6% zu verzeichnen sind. Das kann man damit erklären, dass wir hier die Einwirkung, außer den Zuflüssen, die der March-Reservoirs haben, die reich an Crustaceenplankton sind (Nizkanskij, 1955, Grimalsky, 1960). Im Mündungsrayon des Zuflusses Ssarata in den Fluss Pruth erreicht die Durchschnittszahl des Zooplanktons 222 700 und des Zuflusses Shishia – 158 000 Exemplare/m³. In beiden Fällen war der ökologische Bestand der Massenformen dee Zooplanktons durch den See- Teichkomplex repräsentiert. Als spezifische Arten fur alle Zuflüsse des Pruths erwiesen sich nur 8 Formen, unter ihnen Epiphanes senta, Epiphanes brachionus, Brachionus leydigii var. tridentatus, Daphnia magna und andere Formen.

    Im grossen und ganzen hat das Zooplankton des Flusses Pruth ein scharf ausgeprägtes Ausschen von Rädertieren. Die Bedeutung der Crustaceen wächst allmählich mit seinem Bestand, schwankt von 10% im oberen Flussabschnitt bis zu 27% im unteren. Als ständige Formen auf allen Abschnitten des Pruthflussbettes erwiesen sich 52 Formen oder 33,1% dee gesamten Flusszooplanktons umfassen 22 Arten aus 10 Familien. 88,4% dег allgemeinen Fomen waren die Rotatoria (Radertiere). Unter ihnen findet man am hänfigsten und zahlreichsten der Entwicklung nach: Habrotrocha sp., Philodina roseola, Brachionus calyciflorus var. anurseiformis, Brachionus nilsoni, Brachionus angularis var. bidens, Leсапе lunaris, Polyarthra vulgaris, Testudinella patina, Filinia longiseta, Larvenstadien von Acanthocyclops vernalis und Bosmina longirostris.

    Der übrige Teil der Vertreter des Zooplanktons, der auf dem oder jenem Abschnitt des Flusses gefunden wurde, kommt seltener und nicht in grosser Anzahl voг. Darum sind sie beim Formieren der Bioproduktion des Flusszooplanktons belanglos. Gleichzeitig stellt ein bestimmtes Inteгеssе das Vorhandensein im Bestande des Zooplanktons – vom zoogeographischen Standpunkt aus – des Flusses Pruth: Brachionus nilsini, Volga Spinifera, Lecane plesia, Lecane hastata, Leсane chioensis, Asplanchna girodi, Polyarthra proloba, Polyarthra pseudoproloba und eine Reihe anderer dar. Was die Menge der Entwicklung des Zooplanktons in Pruthfluss betrifft, wird sie nicht nur durch ihre bioökologische Versorgung bestimmt, die man für befriedigend annehnen kann, sondern auch vom Zustand des hydrologischen Regimes, worauf auch W.I. Grimalsky(1962) hingewiesen hatte.

    So z. B. betrug in der Periode während des normalen Wasserstandes im Jahre 1961 die Durchschnittszahl des Zooplanktons des Pruthflueses – ohne die Mündungsräume der oben erwähnten Zuflusse in Betracht zu nehmen – 25100 Exemplare/m³ mit der mittleren Biomasse 40,7 mg mit Schwankungen von 10 900 im oberen, bis 53 900 in unteren Flussabschnitte. Im Jahre 1962 verringerte sich während des Hochwasser-rückganges die mittlere Durchschnittezahl des Zooplanktons bis zu 9000 Exemplare/m³ und die Biomasse bis zu 29 mg mit den enteprechenden Schwankungen von 8,0 bis zu 11400.

    In allen Fällen wurde die Anzahl des Zooplanktons durch die quantitative Entwicklung der Rädertiere (Rotatoria) bestimmt, deren spezifisches Gewicht die ganze Zeit in der Richtung zur Mündung auf 10,3 ( 1962) – 12,0 ( 1961) % anwächst. Die Unbeatändigkeit des hydrologischen Regimes des Flusses gibt eine wesentliche Auswirkung auch auf die Ungleicheit des Abflusses des Zooplanktons. So, z. B. wurden in der Sommerperiode des Jahres 1961 jeden Monat aus dem Pruth in die Donau im Durchschnitt 16,6t dee Zooplanktons abgeworfen, während еs im Jahre 1962 nur 8,8 t waren.
    A.I. Nabereshnyj
    © 1966. Авторские права на статью принадлежат А.И.Набережному, (Ин-т зоологии АН Молд.ССР). Использование и копирование статьи разрешается с указанием автора и ссылкой на первоисточник HERALD HYDROBIOLOGY

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